Spezielle Schmerztherapie | Neurologin Heraklion
Interdisziplinäre Versorgung chronisch schmerzkranker Patientinnen und Patienten
Chronische Schmerzen sind mehr als ein anhaltendes Symptom. Hält der Schmerz länger als drei Monate an, verliert er seine Warnfunktion und entwickelt einen eigenständigen Krankheitswert – mit Folgen für Schlaf, Stimmung und Alltagsbewältigung.
Katerina Saroukou ist Inhaberin der Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie", verliehen durch die Ärztekammer Nordrhein. Die Qualifikation setzt eine 12-monatige klinische Weiterbildung an einer anerkannten Weiterbildungsstätte sowie einen 80-stündigen strukturierten Kurs zur umfassenden Versorgung chronisch schmerzkranker Patientinnen und Patienten voraus.
Die Therapie ist interdisziplinär: Sie verbindet medikamentöse Behandlung, nicht-medikamentöse Maßnahmen und die Abstimmung mit Physiotherapie und Psychotherapie. Ziel ist nicht nur die Schmerzlinderung, sondern die Wiederherstellung von Funktion und Lebensqualität.
Behandelte Schmerzsyndrome
Wann Sie Rat einholen sollten
- Schmerz, der länger als 3 Monate anhält
- Schmerz, der Schlaf und Stimmung beeinträchtigt
- Brennen, Stechen oder Elektrisieren
- Schmerz, der auf gängige Schmerzmittel nicht anspricht
- Funktionsverlust und Rückzug aus Aktivitäten
Für wen geeignet
- Neuropathische Schmerzen (postherpetische Neuralgie, Trigeminusneuralgie)
- Chronische muskuloskelettale Schmerzen und chronische Rückenschmerzen
- Schmerzen nach Schlaganfall, zentraler Schmerz
- Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
- Schmerzen nach Schädel-Hirn-Trauma
- Patientinnen und Patienten unter Langzeit-Opioidtherapie mit Überprüfungsbedarf
Was Sie erwartet
Dauer: 60 Minuten (Erstkonsultation), 30 Minuten (Folgetermin).
Vorbereitung: Führen Sie 1–2 Wochen vor dem Termin ein Schmerztagebuch. Bringen Sie eine Liste Ihrer aktuellen Medikation sowie vorhandene Bildgebungs- und Laborbefunde mit.
Nach dem Termin: Individueller Behandlungsplan, gegebenenfalls Abstimmung mit Physiotherapie oder Psychotherapie sowie ein Verlaufsplan zur Beurteilung des Ansprechens.
Häufig gestellte Fragen
Was gilt als chronischer Schmerz?
Schmerz, der länger als drei Monate anhält, gilt als chronisch. Im Gegensatz zum akuten Schmerz verliert er seine Warnfunktion und erhält einen eigenständigen Krankheitswert, der Schlaf, Stimmung und Funktionsfähigkeit beeinflusst.
Worin unterscheidet sich die Spezielle Schmerztherapie von der üblichen medikamentösen Behandlung?
Spezielle Schmerztherapie ist interdisziplinär: Anstatt sich ausschließlich auf Analgetika zu konzentrieren, kombiniert sie eine auf den Schmerztyp abgestimmte medikamentöse Therapie (neuropathisch, muskuloskeletal, zentral) mit nicht-medikamentösen Interventionen sowie Koordination mit Physiotherapie und psychologischer Unterstützung.
Werden Opioide verschrieben?
Opioide werden mit Vorsicht und nur bei entsprechender Indikation eingesetzt, in niedrigeren Dosen und für einen begrenzten Zeitraum. Bei Patienten, die bereits langfristig Opioide erhalten, kann eine Überprüfung und schrittweise Anpassung der Therapie erfolgen.
Wann kann ich Ergebnisse erwarten?
Bei medikamentöser Behandlung neuropathischer Schmerzen zeigen sich erste Ergebnisse in der Regel innerhalb von 2–4 Wochen. Das vollständige Ansprechen und die Dosistitrierung können bis zu 8–12 Wochen erfordern. Die interdisziplinäre Koordination wird bei jeder Kontrolluntersuchung bewertet.
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